Da unsere Bürgerinitiative (BI) anbot, der MCC Halle Münsterland GmbH bei der Sponsorensuche für den (Nacht-) Flohmarkt behilflich zu sein, verteilten wir im Mai und im Juli 2011 flächendeckend in ganz Münster unsere Postkarten:



Da unsere Bürgerinitiative (BI) anbot, der MCC Halle Münsterland GmbH bei der Sponsorensuche für den (Nacht-) Flohmarkt behilflich zu sein, verteilten wir im Mai und im Juli 2011 flächendeckend in ganz Münster unsere Postkarten:



BÜRGERINITIATIVE „Rettet den Promenadenflohmarkt!“
c/o Interkulturelles Zentrum „Don Quijote“
Scharnhorststr. 57
48151 Münster
Tel.: 0251-866218 (privat)
An
die Fraktionen des Rates der Stadt Münster,
die Mitglieder des Rates der Stadt Münster,
die MCC Halle Münsterland GmbH und an
den Aufsichtsrat der MCC Halle Münsterland GmbH
Münster, den 21. September 2011
Sehr geehrte Damen und Herren,
Vielen Dank für das rege Interesse von Seiten der Politik Münster und des Aufsichtsrates der MCC Halle Münsterland GmbH und für die Teilnahme an unserem Rundgang über den Promenadenflohmarkt am Samstag, 17. September 2011. Wie gewünscht möchten wir an dieser Stelle einige Punkte erörtern, die uns während der Flohmarktsaison 2011 aufgefallen sind.
1. Nachtflohmarkt
Wir haben uns selbstverständlich über die Wiedereinführung des Nachtflohmarktes sehr gefreut, der trotz des zum Teil schlechten Wetters überwältigend angenommen wurde. Wurden die Besucherinnen und Besucher sowie die Händler noch beim ersten Flohmarkt durch die überdimensionierte Beleuchtung geblendet, so verbesserte sich die Situation beim zweiten Mal deutlich. Jedoch bedauern wir nach wie vor, dass die von uns vorgeschlagenen geschmackvolleren Beleuchtungskörper, die durch Werbung refinanzierbar gewesen wären und dadurch nicht solche hohen Kosten verursacht hätten, trotz der Zusage der Kostenübernahme durch die Stadt von der Halle Münsterland nicht genommen wurden. Hierin liegt für uns der Grund, weshalb kein effektives Sponsoring für den Nachtflohmarkt zustande kam.
Während der beiden Nachtflohmärkte waren auf der Promenade z.T. große Leerstände zwischen den reservierten Ständen. Dies ist unerfreulich für die Besucher und macht diesen Teil des Flohmarktes unattraktiv. Diese ungenutzten Standflächen kamen dadurch zustande, dass es den Mietern der Flächen von Seiten der Organisatoren freigestellt wurde, ob sie ihren reservierten Platz bereits am Freitagabend oder erst am Samstagmorgen beziehen. Eine Lösung des Problems könnte sein, jene ungenutzten vorangemeldeten Flächen nach einer kurzen Wartezeit für die Dauer des Nachtflohmarktes frei zu geben.
2. anmeldefreie Wiesen
Ebenfalls haben wir uns über die Wiedereinführung anmeldefreier Flächen gefreut. Jedoch sagten die Organisatoren eine 50:50-Verteilung freier zu anmeldepflichtiger Flächen zu, Tatsächlich gab es von 600 Plätzen lediglich 250 ohne Voranmeldung auf der Lindenhofwiese.
Wir konnten beobachten, dass auf der Promenade zum Teil Lücken vorhanden waren, während sich auf der Wiese die privaten Händlerinnen und Händler drängelten und sogar z.T. wieder nach Hause fahren mussten. Abhilfe böte hier sicherlich die dringend notwendige Erweiterung der Freiflächen auf die Wiesen rund um die Musikschule.
Zudem muss es auch Händlern der freien Wiesen erlaubt sein, die Entladezonen uneingeschränkt benutzen zu können – gleiches Recht für alle!
3. Müllproblematik
Wir konnten übers Jahr kein klares Müllkonzept der Organisatoren feststellen. Waren im August ausreichend orangefarbene Mülltonnen vorhanden, so fehlten diese im Bereich Promenade und Wiesen im September fast völlig. An den Imbissbuden waren jedoch z.T. zwei bis drei solcher Tonnen vorhanden. Hier ist für eine bessere Kontrolle und Verteilung zu sorgen.
Von den vier aufgestellten blauen Müllcontainern wurde nur bei einem Mülltrennung durchgeführt, was uns angesichts des Aufwandes sinnlos und verschwenderisch erscheint.
4. Kostenreduzierung
Uns erscheint die Beleuchtung des Nachtflohmarktes völlig überdimensioniert. Zusammen mit einem schlüssigen, attraktiven Sponsoring-Konzept, das die Organisatoren bisher jedoch vermissen ließen, ließe sich hier eine Menge Geld sparen.
Außerdem stellten wir fest, dass das Flohmarktgelände bereits ab Freitagmittag abgesperrt und die Rettungswege gekennzeichnet waren. Zudem waren mehrere Ordner damit beschäftigt, diese Maßnahmen zu bewachen. Auffällig dabei war, dass auch vor dem Nachtflohmarkt im August ebenfalls Freitagmittag mit den Absperrmaßnahmen begonnen wurde. Hierbei stellt sich die Frage, ob es wirklich nötig ist, für einen reinen Tagflohmarkt die Absperr- und Bewachungsmaßnahmen bereits ab Mittag des Vortages vorzunehmen? Ließen sich hier nicht Kosten sparen?
Im übrigen wird der Parkplatz an der LBS von der Halle Münsterland ab Freitagmittag komplett gemietet. Im August standen auf dem Parkplatz lediglich zwei Fahrzeuge der Halle Münsterland. Diese Parkplätze könnten sicherlich effektiver genutzt werden. Früher parkten dort Marktteilnehmer gegen Gebühr und hatten vor ihren Fahrzeugen ihre Stände.
5. Ordnungsdienst
Während der ersten Märkte stellten wir fest, dass es viel zu viele Ordnerinnen und Ordner gab. Einige gebärdeten sich zudem extrem unfreundlich. So verlangte man während der Nachtflohmärkte von Familien, mitgebrachte Zelte abzubauen und die darin schlafenden Kinder gegebenenfalls zu wecken. Hier wäre eine klare Regelung vonnöten, die es während der Nachtflohmärkte erlaubt, Kindern eine Schlafstatt zu errichten.
Zudem forderten einige Ordner auf den freien Wiesen Händlerinnen und Händler z.T. in barschem Ton dazu auf, Preisschilder von ihren Waren zu entfernen, da sie ansonsten gewerblich tätig seien. Dies kam sogar auf dem Kinderflohmarkt vor.
Der Gipfel waren gekennzeichnete Rettungswege auf den Wiesen, die vor Bäumen und Pfählen endeten – im Notfall für Rettungsfahrzeuge nicht zu überwinden!
Wir könnten hier sicherlich noch einige Punkte anfügen, mit denen wir nicht zufrieden sind, aber wir wollen es an dieser Stelle bei unseren Hauptkritikpunkten belassen. Allerdings würden wir uns für die kommende Flohmarktsaison mehr Kommunikation mit den Verantwortlichen der Halle Münsterland wünschen, z.B. regelmäßig nach jedem Flohmarkt.
Für Gespräche stehen wir gerne und jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Sasse und Edo Schmidt
Bürgerinitiative „Rettet den Promenadenflohmarkt!“
c/o Interkulturelles Zentrum „Don Quijote“
Scharnhorststr. 57
48151 Münster
Tel.: 0251-866218 (privat)
promenadenflohmarkt@gmx.net
An die
Mitglieder des Rates der Stadt Münster,
an die Ratsfraktionen
sowie an die MCC Halle Münsterland GmbH
Münster, 7. September 2011
Betr.: Einladung zu einem gemeinsamen Rundgang über den Promenadenflohmarkt
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie recht herzlich zu einem Spaziergang über den nächsten Promenadenflohmarkt am
Samstag, 17. September 2011 um 11 Uhr
einladen. Beginnend bei der Gaststätte „Kruse Baimken“, würden wir gerne gemeinsam mit Ihnen den dieses Jahr erneut veränderten Promenadenflohmarkt in Augenschein nehmen, da nach dem Ende der Flohmarktsaison wieder Gespräche über die Zukunft des Nachtflohmarktes sowie der anmeldefreien Wiesenfläche anstehen.
Zur Vorbereitung dieser Gespräche wäre es unseres Erachtens sinnvoll, sich einen persönlichen Eindruck vor Ort zu verschaffen.
Wir möchten Sie um eine kurze Rückmeldung bitten und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Uwe Sasse und Edo Schmidt
Bürgerinitiative „Rettet den Promenadenflohmarkt!“
c/o Interkulturelles Zentrum „Don Quijote“
Scharnhorststr. 57
48151 Münster
Münster, 19. Juli 2011
- an die MCC Halle Münsterland GmbH -
sowie an den Aufsichtsrat der Halle Münsterland und an alle Ratsmitglieder mit der Bitte um Kenntnisnahme
Sehr geehrte Frau Dr. Paschke, sehr geehrter Herr Özer,
Vielen Dank für Ihr Antwortschreiben! Zunächst einmal bedauern wir sehr, dass Sie an den von uns vorgeschlagenen Gesprächsterminen im Juli verhindert waren. Das ist umso bedauerlicher, da nun wir Probleme haben, an Gesprächen mitzuwirken, denn die Schulferienzeit steht bevor und viele von uns sind ihrerseits im Urlaub.
Daher möchten wir Ihnen unsere Änderungsvorschläge schriftlich mitteilen, die sich aus unserer Kritik an den vergangenen von Ihnen organisierten Flohmärkten ergeben haben:
1. Wir vermissen von Seiten der MCC Halle Münsterland GmbH ein konkretes, gutes Sponsoringkonzept, dass es ermöglicht, interessierte Firmen bzw. Unternehmen mit Aussicht auf Erfolg anzusprechen. Ordnerwesten, Standausweise und ein bisschen Internetwerbung sind hierfür sicherlich unzureichend. Hier ist dringend Änderungsbedarf geboten.
Auf unserem neuen Flyer, der wieder an 150 Stellen im Stadtgebiet Münsters ausliegt, werben wir dafür, dass man den Nachtflohmarkt durch Sponsoring unterstützen kann. Es wäre schön, wenn die Halle Münsterland das ihrige täte, und für mehr und reizvollere Möglichkeiten des Sponsorings sorgen würde.
2. Es ist zwar sehr schön, dass es nun wieder einen Nachtflohmarkt gibt, aber wir hätten hinsichtlich der Beleuchtung schon einige Anmerkungen zu machen:
Die Beleuchtung ist zu hell, sie blendet Besucher sowie Händler des Nachtflohmarktes. Uns scheint sie deutlich heller zu sein, als die Vorgabe des Ordnungsamtes vorsieht (10 bzw. 20 Lux). Nach wie vor halten wir den von uns Ihnen vorgeschlagenen und deutlich günstigeren Beleuchter EVENTLIGHT oder einen Beleuchter mit einem ähnlichen Konzept für geeigneter, den Nachtflohmarkt geschmackvoll zu beleuchten. Ihr langjähriger Partner TOVAR hat unserer Auffassung nach zu helle und zu aufdringliche Beleuchtungskörper verwendet, die zudem den Nachteil haben, keinerlei Werbemöglichkeiten aufzuweisen, sodass es schwieriger ist, das Interesse von Sponsoren zu wecken und ihnen ein reizvolles Angebot zu machen.
Ferner ist uns aufgefallen, dass die Positionierung der Leuchtkörper nicht effektiv war. Sie standen zum Teil in nur geringem Abstand zur vorhandenen Promenadenbeleuchtung. Sie könnten besser auf der gegenüberliegenden Seite aufgestellt werden, um eine effektvollere Beleuchtung zu erreichen.
Demgegenüber fanden wir es gut, dass die Treppenaufgänge ausreichend beleuchtet wurden.
3. Es ist zwar sehr schön, dass es nun wieder eine Freifläche gibt, auf der spontan und ohne Voranmeldung Stände aufgebaut werden können, aber der Juli-Flohmarkt zeigte, dass trotz des schlechten Wetters der Andrang sehr groß war und die von Ihnen vorgesehene Fläche (Wiese am Lindenhof) nicht ausreichte. Nach Auskunft der Ordnungskräfte vor Ort fanden einige Interessenten keinen Platz und mussten wieder umkehren.
Es ist an der Zeit, unsere Forderung vom Winter ernst zu nehmen und endlich die gesamten Wiesenflächen auf dem alten Zoogelände mit in die Freiflächen einzubeziehen, so wie es bis 2009 problemlos war. Die Bedenken des Grünflächenamtes hierbei scheinen sich nicht gegen das derzeit stattfindende Großereignis „Flurstücke“ oder anderer Events zu richten. Das Theaterensemble „Titanick“ nutzt die Wiesenflächen für ihr Spektakel ebenfalls ausgiebig.
4. Die Promenade (Plätze mit Voranmeldung) wies während des Nachtflohmarktes im Juni große Lücken auf, was vielen Besuchern unattraktiv erschien. Den Grund für diesen Mißstand
sehen wir in der Regelung, dass die Marktteilnehmer mit Voranmeldung den Zeitpunkt der Belegung ihres Standes (Freitagabend bis Samstagmorgen um 7 Uhr) frei wählen können, ihr Platz aber bis dahin nicht genutzt werden kann. Um dennoch während des Nachtflohmarktes eine Geschlossenheit des Standangebotes zu erzielen, müsste diese Regelung erst ab Samstagmorgen (z.B. ab 6.00 Uhr) gelten und bis dahin auch die Promenade für spontane Marktteilnehmer freigegeben werden. Händler mit Voranmeldung können nach unserer Vorstellung jedoch gerne Ihren reservierten Platz bereits am Freitagabend bis 19 Uhr beziehen.
5. Während des Nachtflohmarktes erschien uns die Zahl der Ordnungskräfte überdimensioniert und keineswegs angemessen, und dies war nicht nur unser Eindruck, wie man der Presse entnehmen konnte. Neben der zu starken Beleuchtung erkennen wir auch hier ein deutliches Einsparpotential.
6. Nach wie vor empfinden wir die Vorschrift, dass es auf der Promenade und auf den Wiesen keine Kleinzelte für die Übernachtung geben dürfe, als unnötige Einschränkung. Wir plädieren dafür, dass zumindest Familien ihre Kinder in Kleinzelten übernachten lassen dürfen, da so die Teilnahme von Familien am Nachtflohmarkt ermöglicht würde.
7. Zuletzt fordern wir, dass auch die Teilnehmer an den Freiflächen (Wiesen) in die Parkzonen zwecks Be- und Entladung fahren dürfen und hierdurch eine Gleichbehandlung stattfindet.
Wir hoffen, dass Sie uns nachsehen, dass wir zur Zeit (bis Mitte August) keinen Vertreter für eventuelle Gespräche entsenden können, und dass wir diesen Weg gewählt haben, um Ihnen rechtzeitig vor dem nächsten Nachtflohmarkt im August unsere Änderungswünsche mitzuteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Averkamp, Uwe Sasse, Brigitte Bauer-Sasse, Edo Schmidt
(für die Bürgerinitiative „Rettet den Promenadenflohmarkt!“)
Herzlich Willkommen auf unserem Blog!
Hier können Sie unsere Artikel, Pressemitteilungen, Offenen Briefe und sonstigen Schreiben lesen. Es ist geplant, auch ein Archiv mit Presseartikeln aus den Lokalzeitungen Münsters zum Thema „Promenaden- und Nachtflohmarkt“ hier anzulegen.
In diesem Blog können wir selbstverständlich nicht unser ganzes Engagement dokumentieren, und vor allem findet sich hier kaum etwas von dem Spaß wieder, den wir bei unserem Kampf für den (alten) Promenadenflohmarkt haben. Dies kann man schon eher auf den Mittwochstreffen erleben, wozu wir Sie herzlich einladen möchten!
Unsere Bürgerinitiative trifft sich seit Ende Mai 2010, also seit über einem Jahr. Wir sitzen jeden Mittwochabend um 20 Uhr im Interkulturellen Zentrum „Don Quijote“ an der Scharnhorststr. 57 in Münster/Westf zusammen. Bei uns ist jedeR willkommen, die/der wie wir den Promenadenflohmarkt liebt, wie er bis 2009 existierte. Das heißt bevor die MCC Halle Münsterland GmbH ihn während der Flohmarktsaison 2010 vollständig kommerzialisierte und damit bis zur Unkenntlichkeit veränderte. Wir vermissen gemeinsam das besondere soziale und kulturelle Miteinander, den Spaß, die Freude, das Übernachten auf der Promenade und das nachbarschaftliche Verhältnis auch vieler Familien. Kurz: Uns fehlt das libertäre Flair, das dem Promenadenflohmarkt durch die Neuorganisation der Halle Münsterland GmbH abhanden gekommen ist.
Kommen Sie doch einfach vorbei und schauen Sie sich bei uns um!
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